Donnerstagabend, fünf vor acht, und noch sind im Saal des Kulturhauses Gleis 21 direkt am Bahnhof Dietikon nur Hobbymusiker René Esch und Betriebsleiter Fabian Hauser anwesend. Die beiden sind die Initianten der neuen Reihe Valley Jam, deren erste Session nun über die Bühne geht, und haben die Ruhe weg.

Die Technik wurde getestet, die Bühne mit Schlagzeug, Klavier, Mikrofonen und Verstärkern für Bass und Gitarre ausgestattet. Nun wartet man. «Wir wissen nicht, was wir spielen», sagt der 52-jährige Dietiker Esch, dessen Saxofon-Sammlung aus 250 Instrumenten besteht, die bei ihm zu Hause stehen.

Dies ist nicht untypisch für Jamsessions. Denn die Idee besteht darin, spontan gemeinsam zu musizieren. «Der Vibe des Valley Jams soll offen und locker sein. Wir sind keine Profis. Schräge Töne sind also auch okay, einfach nicht das ganze Stück lang», sagt Esch, der als Kind begonnen hat, Saxofon zu spielen, sich jedoch das Instrument erst seit vier Jahren wirklich beigebracht hat. Solange man die Tonarten kenne, könne man sich gut orientieren.